Gartengeflüster an Sommertagen und in Sommernächten

Brynhild Post in Fotografien von Brynhild, Gedichte bekannter Autoren
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Noch einmal, ehe der Sommer verblüht,
wollen wir für den Garten sorgen,
die Blumen gießen, sie sind schon müd,
bald welken sie ab, vielleicht schon morgen.

Noch einmal, ehe wieder die Welt
irrsinnig wird und von Kriegen gellt,
wollen wir an den paar schönen Dingen
uns freuen und ihnen Lieder singen.

Hermann Hesse

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Was der Wind in den Sand geschrieben

(Hermann Hesse)
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Dass das Schöne und Berückende
nur ein Hauch und Schauer sei,
dass das Köstliche, Entzückende,
Holde ohne Dauer sei:
Wolke, Blume, Seifenblase,
Feuerwerk und Kinderlachen,
Frauenblick im Spiegelglase
und viel andre wunderbare Sachen,
dass sie, kaum entdeckt, vergehen,
nur von Augenblickes Dauer,
nur ein Duft und Windeswehen,
ach, wir wissen es mit Trauer.
Und das Dauerhafte, Starre
ist uns nicht so innig teuer:
Edelstein mit kühlem Feuer,
glänzendschwere Goldesbarre;
selbst die Sterne, nicht zu zählen,
bleiben fern und fremd, sie gleichen
uns Vergänglichen nicht, erreichen
nicht das Innerste der Seelen.
Nein, es scheint das innigst Schöne,
Liebenswerte dem Verderben
zugeneigt, stets nah am Sterben,
und das Köstlichste: die Töne
der Musik, die im Entstehen
schon enteilen, schon vergehen,
sind nur Wehen, Strömen, Jagen
und umweht von leiser Trauer,
denn auch nicht auf Herzschlags Dauer
lassen sie sich halten, bannen;
Ton um Ton, kaum angeschlagen,
schwindet schon und rinnt von dannen.
So ist unser Herz dem Flüchtigen,
ist dem Fließenden, dem Leben
treu und brüderlich ergeben,
nicht dem Festen, Dauertüchtigen.
Bald ermüdet uns das Bleibende,
Fels und Sternwelt und Juwelen,
uns in ewigem Wandel treibende
Wind- und Seifenblasenseelen,
Zeitvermählte, Dauerlose,
denen Tau am Blatt der Rose,
denen eines Vogels Werben,
eines Wolkenspieles Sterben,
Schneegeflimmer, Regenbogen,
Falter, schon hinweg geflogen,
denen eines Lachens Läuten,
das uns im Vorübergehen
kaum gestreift, ein Fest bedeuten
oder wehtun kann. Wir lieben,
was uns gleich ist, und verstehen,
was der Wind in den Sand geschrieben.

Kleine Hommage an den Hasenhof-Keeken und seine Bewohner

Brynhild Post in Allgemein
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(Fotografie (c) Steve Utz 07/2010)

Bei Euch

Wo nette Menschen plaudern
mal deutsch – mal platt
wo Baumeswipfel rauschen
und der Duft der Wiesen
uns die Lust am Leben säuseln

wo Platz ist
Aug in Aug ein Lachen auszutauschen
wo Raum gegeben
für der Kinder schnelles Huschen
wo Geschichten wandern
von einer Seel zur andern

Wo Kaffeeduft und leiblich Wohl
durch Scheunen ziehen
und Menschen Nasen in die Bücher stecken
wo Kleider, Topf und Grammophon
Staunen, Schick und Nostalgie erwecken
wo Musik hallt und manchmal schallt
und auch dem Hund das Bellen nicht verwehrt

wo dann am Abend
dieses weite rotschimmernd` Sommerlicht
sanft über unsere Köpfe streift
und Träume unter dichten Bäumen huschen
jene die der Freiheit noch nicht weit
da macht sich diese so besond`re niederrheinische
Gemütlichkeit dann breit

wo all dies noch zu finden ist
ihr wisst schon was ich meine
und meine Reime
widme ich in diesem Sinne
dem Hof in Keeken, dem die Hasen ihren Namen gaben

und freue mich auf Neues
wenn im August die Ähren wiegen
und neue Stände eure Wiesen zieren.

(c) Christa Wandowski

www.hasenhof-keeken.de

Einfach lauschen, träumen, Sommer geniessen, den Abend, die Musiker

Brynhild Post in Allgemein
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