Aus dem Jahr 2003

Strandgut

Du warst das Strandgut
am Ufer
eines ausgetrockneten
Flussbetts
Mit deinen Schritten
hast du meinen
von den Jahren
beschmutzten Sand
benetzt
Du bautest dir ein Haus
auf mir – dem Ufer
ein Fremder
gestrandet aus dem
Augenblick
belebtest
Welle mir und
Fluss
doch dein Blick
blieb in der Ferne
bis sie nach dir
griff
zurück blieben
Ufer – Schatten – Kälte
Ich -

© Brynhild ©2003

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Stille

Stille

Hunger

Ich verhungere
an deiner Hand
die sich nicht
mehr auf meine
beschattete Stirn
legt

Ich verdurste
weil die Quelle
hinter deinen
Lippen
versiegt scheint

Ich bin blind
weil die Schatten
der Zweifel
und der
Unwissenheit mir
die Sicht versperren

Ich bin taub
weil du das Labyrinth
meines Ohres
verlassen hast

Ich bin die Wüste
ohne Oase

© Brynhild ©2003
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Müde

Ich nehme dein müdes
Gesicht
in meine beiden Hände
und küsse immer noch
jeden Abend deine
hilfosen Augen
ich bette unser beider
Zerrissenheit
auf die Kissen
dieser Liebe
der wir keinen Namen
mehr zu geben vermögen

Ich nehme dein müdes
Gesicht
und streichle die Ängste
glatt
falte die Decke auf
in den Räumen unserer
Seelen
versuche sie zu wärmen
dass deine Kälte ein paar
Stunden der Ruhe hat

Ich nehme dein müdes
Gesicht
immer wieder und immer wieder
auch wenn ich fühle
du spürst es nicht..

(c)2003

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Osterspaziergang

Sorgenvoll schaue ich auf deinen müden Rücken
spüre das schwere Atmen der Last.
Sanft nehme ich dich an die Hand
reiße dich aus der Mühseligkeit des
Tages.
Ich streife dir die Jacke über,
spüre deinen Unwillen
lächelnd flüstere ich dir das Mitkommen
in deine kalten Hände.
Passe meinen Schritt dem deinen an
will mit dir atmen, dir die Blüten zeigen
die wir in diesem Jahr noch nicht gemeinsam sahen.
Mache dich aufmerksam auf die kleinen gefiederten
Gesellen die unsere müden Schritte
begleiten.
Hake mich bei dir ein, streife dir meine Wärme
unter deine Haut.
Du lächelst hilflos.
Ist das unser Los, hilflos einsames Los ?
Komm – wir gehen heim.
Lass mich bei dir sein.
Sperr dich nicht ein an diesem zweiten Ostertag.
Legen wir den Tag unter die Decke.
Legen wir unsere Hände
ineinander – wärmend – suchend
liebend
sanft – einfach sanft

(c)2003

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Weißt Du noch
wie
wir die Räume füllten
mit Worten
Gedanken
Gesten
Träumen
und so unglaublich
sanfter Wärme ?

Ich wische den Staub
aus den leeren Regalen
der Illusionen

täglich

(c) 2003

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Regale der Sehnsucht

Regale der Sehnsucht

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Ein neuer Morgen

Der Morgen tut sich
auf
Die Nacht ist
traurig
und
ich stehe auf der
Schwelle
wie immer
nicht bereit
für die
Einsamkeit
Die fröhlichen Baum-Gesellen
versuchen mir ihre Stimmen
zu leihen
Wir gerne würde ich nur
einen Ton mit dir teilen….

(c) 2003

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