Aus dem Jahr 2005

In Frieden (m.freundlicher Genehmigung v. Dietmar Bührer
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Die ent-behrte Frau
Was ist eine Frau
deren Sehnsucht kein Gefäss
mehr hat
in das sie sie betten kann
wenn die Wellen der
Zärtlichkeit über
ihre Träume streicheln wollen
und ihr Körper dem kalten Entzug
der Ausweglosigkeit entgegenschwebt
anstatt die Arme weit machen zu dürfen
für die Geborgenheit im vertrauensvollen Schoss
Was ist eine Frau
wenn sie spürt dass ihre Lust
wie welkes Laub auf vergessenen Boden fällt
und der Schmerz des Verlustes in der Nacht in kalte Kissen
atmet
anstatt der flüsternden Leidenschaft
Raum zu geben
die Lippen zwischen ihre Brüste hauchen
Was ist eine Frau
deren Schritte nicht mehr die Pfade
der Liebe und der Sinnlichkeit finden
wenn das sanfte Plätschern der
erinnernden Quelle durch ihre
erkalteten Adern fliesst und
die Gedanken nur noch im Kopf
tanzen
anstatt sich dem Reigen und dem Wogen
von sich sanft drängender Haut an ihren
Schenkeln aufgelöst hinzugeben
Das ist die ent-behrte Frau
die ihre Tränen in den Schlaf singt
bangend dem nächsten Tag entgegen
die Arme um ihre Geschichte legt
und ihre Sehnsucht in der Stille
schweigt.
(c) 2005 by Brynhild
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Ich erinnere mich an
blühende Wortblumen
die ich in meine Seelenräume
stellte
und dass ich Bilder
an meine Sorgen schickte
die das Dunkel jener
in einer ganz anderen
Perspektive erscheinen ließen.
Ich erinnere mich dass ich
gedankenverloren mein Haar
bürstete
lächelnd die sanfte Hand darin
spürend und die Wärme mir
den kalten Tag zu einem Sommertraum
machte.
Ich erinnere mich, dass ich mich in Armen
spürte, die mich nicht mehr loslassen wollten
und die mir wie die Welt erschienen.
Ich erinnere mich an Haut, die mich Mauern
vergessen ließ und mich zu einer kleinen
Quelle
klarer frischer Sinnlichkeit machte.
Ich erinnere mich an leise Worte in
beginnender Nacht, die mir die Tiefe
der Ruhe schenkten
nach der ich jetzt suche, nach der ich mich
jetzt sehne und ich nehme die Erinnerung
wie ein Gebet das mir Frieden schenken möge
in meiner unruhigen, sorgenvollen Zeit.
Wo bist du – meine Ruhe mit den warmen
Armen ?
(© Brynhild 2005)

Erinnerungen
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Jetzt liegt die Nacht
in meinen Armen
und ich kann ihre
sanfte Haut
spüren
warm von des Tages
Mühen
Sie ist so liebevoll
mit mir
lässt mich ausruhen
im samtenen Schoss
ihrer dunklen Stille
lässt mir Raum
für den Duft der Erde
für die Melodie des
Windes
und die Schatten werden
lichter
lassen mich mahnen
mich nie wieder fallen zu
lassen
in das Gefühl etwas zu
verpassen
weit, so weit
bin ich schon gegangen
ich wünsche mir
auszuruhen.
(c) Brynhild 2005
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In diesen Tagen wünschte ich mir
dass irgendwo jemand auf mich
wartet
dass der Weg des Tages zum Abend
hin
dem müden Herzen Erfüllung bringt
und Ruhe der verwirrten Seele
So schwer wird Schritt um Schritt
und keine Stimme nimmt mich mit.
Ich habe Tisch und Stuhl und Bett
ach ja und auch das Internet -
ich habe Kater, Bücher und den Tee,
das Rauchen tut mir in der Lunge weh.
Ich habe die Erinnerungen mit ihren
sanften Melodien
und dazu auch ein Blatt vom Klee.
Ich habe Warten – Hoffen – Dulden
und manchmal habe ich auch Schulden.
Ich habe viel geweint
und festgestellt was sich so alles
darauf reimt.
Doch ich habe nicht das Leben
welches du mir hast geflüstert
ich lese das Buch
-gone with the wind -
und bin so hilflos wie ein Kind.
In diesen Tagen – in diesem Moment
da wünsche ich mir
dass jemand mich hält.
Wie lächerlich, sich Wünschen hinzugeben
hör auf zu leben – hör endlich auf zu leben.
(c) by Brynhild 2005
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So verliert sich jeder
Sehnsuchtsfunke
im Schneegestöber deiner
Kälte
keine perlenden Frühlingsblüten
werden auf meiner Seelenhaut
Wärme tanzen
und die ersterbenden Flüsterworte
einer Liebe
werden so lange ich lebe
durch mein Herzblut fliessen
Meine Schatten jedoch
tanzen weiter den
sinnlich-leidenschaftlichen
Tango
auf deinem Eis
auf dem ich voller Vertrauen
eingebrochen bin.
Du gehst mir aus dem Weg
aber nicht aus dem Sinn
keine Ode an die Liebe mehr
weil ich nur ein armes entferntes Wesen bin.
Vergessen
oh nein, ich war vermessen
und ohne es je zu wollen
habe ich nie etwas von Dir besessen.
Du hast mich verlassen
meine Züge werden verblassen
der Rahmen ist leer
welch zarte Seele wird ihn bald
wieder füllen ?
Ich kämpfe
mit mir – mit diesem Leben
ich will und werde nichts mehr geben
ich habe auf-ge-geben.
Ist nun alles nach Deinem Sinn ?
Schau !
Auch im fünften Jahr war ich wohl doch nur
ein kleiner bunter Schmetterling…
(c) Brynhild 2005

Tango
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Schwere Atemwolken
umsäumt von graublauen
Sommerwolken
verhängen die
Sicht auf Klärendes
Ein und ausatmen
ohne durchatmen
während die an den
Zügen klebenden
verdurstenden
Momentaufnahmen
lähmender
Stummheit
sich zu vermehren scheinen
Bewegung ohne Beweglichkeit
gepflasterte Schritte
im Kopf lautlosen Sand
und in der Seele, sofern
es sie noch ist
Wellen die der Dürre
zu schweben
Grünschillernde Aasfliegen
umkreisen ungegessenes
Brot
Kreischende Plantschbeckenschreie
spritzen schrill
gezwungene Gartenlandschaften
auf mein müdes Papier
Verschleierte Augen suchen
den Abend
um endlich ins dunkle Becken
kühlender Tiefe und
lärmentraubter Stille
einzutauchen.
(c) 2005
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Ganz sanft streichelt
mich die Ahnung des
Herbstzaubers
an diesem entladenen
Augustabend
und ich atme traumverloren
schon jetzt die vollen
Farben der fallenden
Blätter
die mit der Erde zu Erde
werden
so wie ich hoffe
dass die Sommergedanken
sich zu den Wolken gesellen
sich in ihnen formieren
und als
Regentränen die neue Saat
der Geduldsblume benetzen.
(c) 2005
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Meine Arme begrüßen
mit leicht kühlem Schauer
die Nacht
nach einem langen schweigsamen
Tag
durchzogen von Nebel, Regen
und schweren Wolkengedanken
die hin und wieder
Tränen in meine Seele legten.
Wortgebilde formten sich
und wünschten freigelassen zu
werden, eingebettet in diese
weite Melancholie, die in diesem
Herbst mit dem Schmerz kämpft,
der ihr die Sanftheit nimmt.
Ich kann nicht mehr schreiben
von Armen, Schultern, von
Küssen und von Sehnsucht,
von glänzenden Augen und
versunkenen Nächten.
Ich wage nicht mehr an sie
zu denken – ich erlaube es
mir nicht mehr.
Könnte man doch einfach sagen
“ich kann nicht mehr”
und aufhören –
………… zu sein.
(c) 2005
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Nur ein kleiner Gedanke
voller Zärtlichkeit
am Tag
lässt dieses Herz sich weiten
lässt Raum sogar
für des Lebens Widrigkeiten
die verhindern
dass deine Hände
sanft den gedankenvollen Rücken
streicheln
und ein Kopf sich an den anderen
lehnt.
Nur ein kleiner Gedanke
voller Zärtlichkeit
am Tag
bar jedes Begreifens oft
und doch
die Kontur einer tiefen Liebe
hinterlässt einen warmen Hauch
auf fröstelnder Haut.
(c) 2005

(c) Albert Anker - Quelle: Wikipedia
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Schöner Gedanken
weicher Zauber
gesungen in den Nächten
der Empfindungen
satter Tränen
tiefer Brunnen
verloren im Kampf
mit der Schlaflosigkeit
hingegebene Sehnsucht
in sinnlicher Spielerei
matte Körper in
unendlich leiser Zwiesprache
flüsternder Leidenschaft
hauchte ich an fremde Stimmen
die mir lauschten
in der Weite dieser Welt
leise Buchstaben oft auf weißem
Feld
und das Herz dem es gilt
ist taub und müd
und doch summe ich jede
Nacht dessen Schlag in den
Schlaf
und berge sein kaltes
Unglück sanft an meiner Brust.
Dank eurem Lauschen
hat der Liebe mildes Bild
immer noch seinen Platz
in meiner Seele
(c) 2005
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